Trachtenleut müssen unter der Obhut des Herrgotts stehen. So oder ähnlich konnte man das Aufreißen des Himmels anlässlich des Ortenauer Trachtentages im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach interpretieren. Nachdem das Akkordeonorchester Gutach geschützt durch das weit rausragenden Walmdach einigermaßen trocken zur Begrüßung aufspielen konnte, konnte der Historische Verein seine Darbietungen schon ohne Regenschirm zeigen.
Historischer Verein Hornberg
Eine Begrüßung durch den neuen Ortenauer Landrat Erny als Repräsentant des kreiseigenen Museums schloss sich an. Grußworte richteten auch die Geschäftsführerin Margit Langer und der Präsident des Bund Heimat und Volksleben, zeitgleich auch Bürgermeister der Gemeinde Gutach an die zahlreich erschienen Gäste.
Zum Trachtenumzug durch das Museumsgelände hatten 27 Gruppen ihre Teilnahme zugesagt. An 2 Stationen wurden den Besuchern aus aller Welt die vorbeidefilierenden Bürgerwehren, Musikvereine und Trachtengruppen von Hildegard und Martin Welle sowie am Umzugsende vor dem Falkenhof von Margit Langer und Siegfried Eckert vorgestellt und die Trachten bzw. Uniformen erläutert.


Vor und nach dem Umzug boten Trachtengruppen aus Hornberg, Gutach, Oberharmersbach Oberwolfach und der Tanzgruppe des Vogtsbauernhofs auf der Bühne vor dem Falkenhof ein abwechslungsreiches Programm.

In den Stuben der Museumshöfe konnte der Herstellung von Bollenhüten, Rollenkränzen des mittleren Kinzigtals und den Strohhüten von Hornberg und der Baar aufmerksam gefolgt werden. Dabei wurden viele Anekdoten aus früherer Zeit erzählt.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies ein sehr gutes Ambiente, viele Zuschauer und ein tolles Ereignis war.
Text: Martin Welle
Fotos: Tamara Vogt, Freilichtmuseum Vogtsbauernhof



